Psychotherapie - Fragen zu Organisatorischem und Inhaltlichem PDF Drucken E-Mail

Wer darf Psychotherapie verordnen?
 Vor der Kontaktaufnahme mit der Psychotherapeutin steht die Feststellung der medizinischen Notwendigkeit durch Ihren Arzt.
Falls Sie in den letzten 2 Jahren keine Therapie über die Krankenkasse abgerechnet haben, können Sie 10 Stunden in Anspruch nehmen. Für die hierbei von der Krankenkasse anteilig bezahlten Therapiekosten ist eine Überweisung (Freigabeschein vom Hausarzt oder Psychiater) notwendig.

Kann die Krankenkasse meine Lebensgeschichte und Problematik einsehen
Nein! Anschließend an die ersten 10  Stunden reicht die Therapeutin mit Ihrer Einwilligung und Bevollmächtigung ein ausführliches, anonymisiertes Antragsformular ein. Ihre Daten scheinen bei der Verrechnungsstelle nicht auf. Lediglich ein sogenannter Patientencode gibt Auskunft, ob ein Anspruch auf Refundierung der Therapiekosten besteht.

Welche Zahlungen muss ich leisten?
 Eine psychotherapeutische Einheit (50min) kostet 90.-€,
Die Rechnung wird zuerst bezahlt und kann dann bei der Krankenkasse eingereicht werden.

Die Rückvergütung ist je nach Krankenkasse unterschiedlich und beträgt derzeit bei der ÖGK  28.-€, bei der BVAEB  40.-€ Falls Sie wirtschaftliche Probleme haben, gibt es die Möglichkeit einen WS Antrag (Wirtschaftlich Schwache) zu stellen. Bei Befürwortung (gekoppelt an ein sehr geringes Einkommen) werden die Therapiekosten zur Gänze oder mit sehr geringem Eigenanteil von der Kasse übernommen.
Es gibt auch die Möglichkeit einen Unterstützungsantrag bei der Kasse zu stellen.

Wie lange dauert eine Therapie/Beratung?
Eine Therapieeinheit dauert 50 min. (exklusive Vor- und Nachbereitungszeit)
Die Gesamtlänge der Therapie ist individuell sehr unterschiedlich.
Eine psychosoziale Beratung z.B. unterscheidet sich von einer Psychotherapie im Wesentlichen dadurch, dass Sie nicht auf krankheitswertige Leidenszustände ausgerichtet ist, sondern es sich um Beratung in konkreten Problem-, Belastungs- oder Entscheidungssituationen handelt. Dadurch ergibt sich, dass Dauer und Frequenz einer Beratung im Regelfall geringer anzusetzen sind als bei einer psychotherapeutischen Behandlung.